Coding da Vinci Nieder.Rhein.Land 2021 - Kultur ist was du daraus machst!

Coding da Vinci Nieder.Rhein.Land 2021 - Kultur ist was du daraus machst!

…und wir sind gespannt was das sein wird!

Der Hackathon Coding da Vinci vernetzt die Kultur- und Technikwelt miteinander.
Museen, Archive, Bibliotheken und Verlage aus dem Nieder.Rhein.Land stellen ein Teil ihrer kulturellen Schätze ab dem  20. August 2021 auf https://codingdavinci.de/de/daten digital bereit, damit ihr was neues daraus machen könnt.

Aus Köln sind zum Beispiel das Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK), das Rautenstrauch-Joest-Museum und das Rheinische Bildarchiv dabei.

Das Rautenstrauch-Joest-Museum beteiligt sich am Coding da Vinci Hackathon mit einem Datenset aus Bildern einiger ausgewählter Exponate aus der ethnologischen Sammlung und den dazugehörigen objektcharakterisierenden Detailangaben.

gold-rot-farbene Eule neben Exponat-Nummer des Rautenstrauch-Joest-Museums

© Rautenstrauch-Joest-Museum, RJM 67403

Mit von der Partie ist zum Beispiel dieser Gefiederte Glücksbringer aus Papiermaché.
Das Kunsthandwerk der Papiermaché-Hersteller lebt in großem Maße von der Souvenirproduktion, insbesondere z.B. in Pilgerorten. So finden sich beispielweise an den meisten Pagoden in Myanmar Händler, die neben Opfergaben wie Blumen und Räucherstäbchen auch Andenken verkaufen. Neben den traditionell aus Pappmaché hergestellten und bemalten Spielzeugartikeln und Glücksfiguren findet man heute natürlich immer häufiger Plastikimitate. Unabhängig vom Material sind Eulen dabei jedoch besonders beliebt, denn der Ruf der Eule soll nicht nur Glück, sondern auch Wohlstand bringen. Sie werden zu Hause auf den Hausaltar gestellt – gerne eine weibliche und eine männliche Eule als Paar. Bei der weiblichen Eule ist zumeist noch ein Kind mit angedeutet. 
Man kann auch nur eine Eule aufstellen, aber zwei sollen noch mehr Glück bringen.

Vielleicht bringen euch die übrigen gefiederten Papiermaché Freunde dieses Glückbringers, die ihr im Datensatz des Rautenstrauch-Joest-Museum findet, ja Inspiration und Glück für den Hackathon.

 

Natürlich haben wir aber noch mehr hübsche Schätze aus Köln für den Coding da Vinci Hackathon bereitgestellt.

Das Museum für Angewandte Kunst Köln (MAKK) bewahrt nämlich eine überaus reiche Schmucksammlung, die mehr als 1.500 Objekte von der Antike bis zur Gegenwart umfasst und nicht nur inhaltlich ein breites Spektrum abdeckt, sondern auch Werke von hoher künstlerischer sowie handwerklicher Qualität enthält.
Die Sammlung ist zu großen Teilen das Ergebnis großzügiger privater Stiftungen und hat ihre Schwerpunkte in der Zeit des Mittelalters, der Renaissance und des 19. Jahrhunderts. Aber auch bedeutende Werke des 20. und 21. Jahrhunderts sind vertreten.
Das  MAKK beteiligt sich am Coding da Vinci Hackathon mit einem Datenset aus Bildern zu 53 Exponaten aus der Schmucksammlung und den dazugehörigen objektcharakterisierenden Detailangaben.
Dabei kommt uns die Assoziation - Schmuck ist schön!-  natürlich schnell in den Sinn, wenn wir an die Halsketten, Fingerringe, Armreifen, Ohrringe und dergleichen denken, die sich in der Schmucksammlung befinden. 
Aber Schmuck ist noch so viel mehr als das: Er begleitet uns seit frühester Zeit. Schon in den ältesten Zivilisationen der Steinzeit schmückten sich die Menschen. Sie taten dies in erster Linie, um ihre Gruppenzugehörigkeit zum Ausdruck zu bringen und sich von anderen Gemeinschaften abzugrenzen. Gleichzeitig kennzeichneten sie mit Schmuck individuelle Positionen innerhalb ihrer sozialen Gruppe. Eine Rangordnung ließ sich ganz deutlich und für alle erkennbar beispielsweise durch das Tragen von Halsketten abbilden.
Seit jeher werden Schmuck auch magische Kräfte zugeschrieben. Gefasste, edle Steine und seltene Naturmaterialien wie Perlen oder Korallen sollen uns heilen, Unglück abwenden, beschützen, uns mit Göttern und Heiligen verbinden und Böses von uns fern halten.
Schmuck ist zudem häufig kostbar. Er zeugt dann vom Reichtum und sozialen Status seine*r Besitzer*in und ist daher seit langer Zeit Inbegriff und Inhalt herrschaftlicher Macht.
Schmuck vermag außerdem, in uns die unterschiedlichsten Empfindungen und Erinnerungen zu wecken. Als das Symbol der Liebe schlechthin sowie als Zeichen tiefer Verbundenheit hat sich vor allem der Fingerring etabliert.
Wir sind gespannt was euch für die Schmuckstücke aus dem Datenset des MAKK so einfällt.


Genauso schön wie dieser  Schmuck ist jedoch auch unsere Heimat.

Das Rheinische Bildarchiv beteiligt sich deswegen mit zwei Bild-Sammlungen, die die Schönheit unserer Heimat Köln und des Mittelrheingebiets zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts in Bildern eingefangen haben, am Coding da Vinci Hackathon.

Das Rheinische Bildarchiv stellt für den Coding da Vinci Hackathon zum Beispiel professionelle Architektur- und Stadtbildfotografien Kölns von 1910-1915 von Fritzt Zapp zur Verfügung.
Fritz Zapp wurde am 13. März 1882 in Kleinbliersbach im Bergischen Land geboren. Er lernte und arbeitete zunächst als Maler und Anstreicher, bevor er 1910 ins nahe gelegene Hoffnungsthal umzog. Dort eröffnete er ein modernes Atelier für Fotografie und Malerei. Als er am 11. Februar 1960 verstarb, hinterließ er einen umfangreichen Komplex historischer Aufnahmen seiner unmittelbaren Umgebung. 
2007 erwarb das Rheinische Bildarchiv ein kleines Konvolut von 164 Glasnegativen in den Formaten 13 mal 18 Zentimeter und 18 mal 24 Zentimeter samt deren Rechte. Die Aufnahmen entstanden zwischen 1910 und 1915 und dokumentieren vor allem die im Bombenhagel des Zweiten Weltkriegs untergegangenen Gründerzeitarchitekturen der Rheinmetropole Köln.
Straßenansichten, Wohn- und Geschäftsbauten entlang der neu angelegten Ringe und aus den neu erbauten Vorstädten, wie Neuehrenfeld, gehörten zu den bevorzugten Motiven des Autodidakten Zapp. Doch auch repräsentative Kirchenbauten der Altstadt wurden von ihm fotografiert.

Um noch ein bisschen mehr von unsere schönen Heimat als Köln zu zeigen, stellt das Rheinische Bildarchiv darüber hinaus noch ein Bild - Konvolut Joseph Johann Knippenbergs bereit, welches touristische Highlights des Mittelrheingebiets in den 1930er Jahren abbildet.
Das Konvolut Joseph Johann Knippenberg umfasst 346 Glasnegative im Format 18 x 24 Zentimeter und circa 50 großformatige Abzüge mit Motiven vom Mittel- und Niederrhein. Der Nachlass gelangte 2018 als Schenkung seines Enkels Hans-Joseph Madest in den Besitz des Rheinischen Bildarchivs Köln.
In Knippenbergs Heimatstadt Rees entstand neben klassischen Stadtansichten und Aufnahmen des Rheinufers auch eine Serie über die Salmfischerei am Niederrhein. Reproduziert sind sie in dem 1988 in Kleve erschienen Buch von Werner Böcking: "So fischte man am Niederrhein".
Nach seinem Umzug nach Bacharach im Jahr 1935 entstanden Aufnahmen der touristischen Highlights des Mittelrheingebiets, doch die Gegend hatte Knippenberg schon zuvor erkundet: Von Burg Stahleck in Bacharach hat Knippenberg bereits um 1920 Aufnahmen gemacht, als die Burg noch eine Ruine war, dann hat er den Wiederaufbau in den 30er Jahren umfangreich dokumentiert. Klassiker der Rheinromantik, romantisierende Aufnahmen der Loreley und aus Rüdesheim, Weinberge oder die fotogene Zollburg Pfalzgrafenstein, aber auch Bilder von Weinfesten erwiesen sich als erfolgreiche Postkartenmotive.

Was fällt euch für diese Bilder ein? Wir sind sicher ihr habt noch spannendere Ideen als Postkarten.

Mehr über diese Bildsammlungen findet ihr unter:

 

Mehr zum  Coding da Vinci Hackathon Nieder.Rhein.Land 2021 findet ihr hier und unter : https://codingdavinci.de/de/events/niederrheinland-2021

Wie wird der Coding da Vinci  Hackathon Nieder.Rhein.Land 2021 ablaufen?

Die Auftaktveranstaltung des Coding da Vinci Hackathon Nieder.Rhein.Land 2021  findet am 11. und 12. September 2021 am virtuellen Veranstaltungsort des Museums für Angewandte Kunst Köln (MAKK) statt.
Dabei stellen die datengebenden Kulturinstitutionen aus den Regionen Niederrhein und Rheinland ihr digitales Datenmaterial an zwei Kick-Off-Tagen den Teilnehmenden des Hackathons vor.
Die Daten findet ihr aber schon ab dem 20. August 2021 unter https://codingdavinci.de/de/daten
Nach einer Kennenlernphase haben die Teilnehmenden die Möglichkeit, erste Ideen aus den Daten zu entwickeln und sich in Teams zusammen zu finden. Nach der Auftaktveranstaltung am 11./12. September können die Teams ihre Ideen bis zum 5. November 2021 zu funktionierenden Prototypen ausarbeiten. Inspiration und Unterstützung erhalten sie dabei auf den fünf Informations- und Netzwerkveranstaltungen (Meetups), die während der Sprint-Phase (virtuell) in Köln, Düsseldorf und Moers stattfinden. Bei der Preisverleihung am 6. November 2021 am virtuellen Veranstaltungsort des NRW-Forums Düsseldorf präsentieren alle Teams ihre Ergebnisse der Öffentlichkeit. 
Eine Fachjury prämiert die besten Projekte in verschiedenen Kategorien mit außergewöhnlichen Sachpreisen. 

Es gibt Stipendien für die Weiterentwicklung!

Im Anschluss an die Preisverleihung haben die Teilnehmenden die Chance, sich auf eines von vier durch die Kulturstiftung des Bundes finanzierten Stipendien zu bewerben, um die Arbeit an ihren Projekten fortzuführen.

Deshlab, Mach mit!

Das Veranstaltungsteam von Coding da Vinci Nieder.Rhein.Land 2021, d.h. das NRW-Forum in Düsseldorf, die Landeshauptstadt Düsseldorf, das OK Lab Düsseldorf, die Stadt Moers, die Museen und musealen Serviceeinrichtungen der Stadt Köln und das OK Lab in Köln, freut sich über eine rege Teilnahme. Eine kostenlose Anmeldung ist ab sofort unter bit.ly/cdvNRL  möglich.

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